Polizei stellt Verfahren gegen Bettler ein :-)) Nächstes Rechtshilfetreffen am 28.4. im Amerlinghaus

April 23, 2014 von
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Wieder Erfolge bei Einsprüchen gegen Strafverfügungen: Die Polizei Wien hat zwei Verfahren gegen einen Bettler eingestellt. Begründung gab die Polizei keine ab, unsere Freude ist dennoch groß und wir warten schon gespannt und mittlerweile auch schon etwas ungeduldig darauf, was bei den vielen anderen Einsprüchen und herauskommen wird. Die BettelLobbyWien veranstaltet seit Sept. 2013 gemeinsam mit StattWien monatliche Rechtshilfetreffen im Amerlinghaus.
BettlerInnen, StraßenzeitungsverkäuferInnen und UnterstützerInnen sind dazu gerne willkommen. Wir haben ÜbersetzerInnen, die für barrierefreie Kommunikation sorgen (Bulgarisch, Rumänisch, Ungarisch).
Bringen Sie Ihre Strafverfügungen, unser Jurist wird sie gemeinsam mit Ihnen lesen und prüfen, ob ein Einspruch möglich ist. Danach gibt´s beim Essen die Möglichkeit zum Plaudern und Kennenlernen.

DAS NÄCHSTE TREFFEN IST AM MONTAG 28.4.2014 IM AMERLINGHAUS. BEGINN: 19 UHR. KOMMT WIEDER ZAHLREICH! KÄMPFEN WIR GEMEINSAM GEGEN BETTELVERBOTE UND DIE VERTREIBUNG ARMUTSBETROFFENER AUS DEM ÖFFENTLICHEN RAUM. DIE STADT GEHÖRT UNS!

 

Tagung in Salzburg: BETTELN. EINE HERAUSFORDERUNG.

April 23, 2014 von

fotoTagung 12.-14. Mai 2014
St. Virgil Salzburg

 http://www.friedensbuero.at

Betteln als soziales Phänomen polarisiert – im internationalen Kontext genauso wie innerhalb einer Kommune. Zusätzlich verursacht es aber auch innere Konflikte und ambivalente Gefühle bei jeder und jedem Einzelnen. Bettelnde zeigen die Ungleichheiten unserer Gesellschaft in einer Deutlichkeit auf, der wir uns nicht entziehen aber auch nicht jederzeit offen stellen können oder wollen. Manchmal stören wir uns an dem ungnädigen Bild, das BettlerInnen uns auf der Straße zeigen, gelegentlich ärgern wir uns, fühlen uns verunsichert oder sind beschämt. Die teilweise stark polarisierende öffentliche Diskussion über diese Problematik offenbart die Notwendigkeit, sich tiefer und ganzheitlicher damit auseinander zu setzen. Friedensbuero_Bettlertagung_Folder Den Rest des Beitrags lesen »

AMERLINGHAUS BEDROHT!

April 5, 2014 von

amerlinghausDas Amerlinghaus ist einer der wichtigsten und vielfältigsten Kultur- und Sozialtreffpunkte Wiens. Auch Gruppen, die kein oder wenig Geld haben, wie die BettelLobbyWien, haben dort unbürokratisch die Möglichkeit sich zu treffen. (Die BettelLobbyWien veranstaltet dort die monatlichen Rechtshilftreffen für BettlerInnen, StraßenzeitungsverkäuferInnen und UnterstützerInnen.) Doch immer wieder unternimmt die Stadt Wien den Versuch das Amerlinghaus zu zerschlagen. Durch Streichungen, Unsicherheiten und Verspätungen der ohnehin schon kargen Subventionen ist es dem Amerlinghaus kaum möglich, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Der Fortbestand des Amerlinghauses ist für über 60 Gruppen und Initiativen die Basis für ihre politische, soziale und kulturelle Arbeit.

Amerlinghaus bleibt!  Für mehr und nicht weniger Freiräume! Für das Recht auf Stadt!

Bitte schickt beiliegendes Protestmail an:

michael.haeupl@wien.gv.atmaria.vassilakou@wien.gv.atchristian.oxonitsch@wien.gv.at

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin,sehr geehrter Herr Stadtrat! 

Ich bin entsetzt von der völlig überraschenden, massiven Kürzung der Subvention für das Kulturzentrum im Amerlinghaus, die im Gemeinderat am 29. 04. beschlossen werden soll. Den Rest des Beitrags lesen »

Symposium in Innsbruck: Bettelverbote – Schritte der Intervention

März 31, 2014 von

10151380_10152245583314724_228220783_nKOMMENDES WOCHENENDE FINDET IN INNSBRUCK DIESES SPANNENDE SYMPOSIUM STATT, EINIGE VON DER BETTELLOBBYWIEN WERDEN AUCH DABEI SEIN, ORGANISIERT WURDE DAS SYMPOSIUM VON der Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit der Bettellobby Tirol

Symposium  Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck

Sonntag, 6. April 2014
Workshop Kunschtschule, c/o Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck

Freitag, 13. Juni 2014 Aktionstag Innsbrucker Innenstadt

Die Debatte über Bettelverbote und die Kriminalisierung von Bettler_innen ist im Zuge einer gesetzlichen Neuregelung in Tirol angekommen und beginnt auf Hochtouren zu laufen. Bevor die Denkmuster durch die ewige Wiederholung eingeprägt sind und Schlagwörter wie „Bettelmafia“ oder „organisierte Banden“ in ihrer inszenierten Bedrohlichkeit zum selbstverständlichen Argumentationsrepertoire gehören,  SYMPOSIUM@FACEBOOK Den Rest des Beitrags lesen »

Rechtshilfetreffen am 17. März Amerlinghaus Wien

März 4, 2014 von
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Die BettelLobbyWien veranstaltet seit Sept. 2013 gemeinsam mit StattWien monatliche Rechtshilfetreffen im Amerlinghaus.
BettlerInnen, StraßenzeitungsverkäuferInnen und UnterstützerInnen sind dazu gerne willkommen. Wir haben ÜbersetzerInnen, die für barrierefreie Kommunikation sorgen (bulgarisch, rumänisch, ungarisch).
Bringen Sie Ihre Strafverfügungen, unser Jurist wird sie gemeinsam mit Ihnen lesen und prüfen, ob ein Einspruch möglich ist. Danach gibt´s beim Essen die Möglichkeit zum Plaudern und Kennenlernen.

DAS NÄCHSTE TREFFEN IST AM MONTAG 17.3.2014 IM AMERLINGHAUS. BEGINN: 19 UHR. KOMMT WIEDER ZAHLREICH! KÄMPFEN WIR GEMEINSAM GEGEN BETTELVERBOTE UND DIE VERTREIBUNG ARMUTSBETROFFENER AUS DEM ÖFFENTLICHEN RAUM. DIE STADT GEHÖRT UNS!

Wie die Kronen Zeitung den Mythos der Bettelmafia schürt (Text: Kobuk)

Februar 9, 2014 von

225x300x2014-01-19_Krone_Sbg_01-225x300.jpg.pagespeed.ic.uJjLP2sc57Eines muss man der “Krone” lassen: Wenn sie sich in ein Thema verbissen hat, bleibt sie hartnäckig dran. Mit beinahe allen Mitteln. Da werden Zusammenhänge herbei fantasiert, Quellen unsauber angegeben und Menschen pauschal verurteilt. Dieses Mal im Visier: Die ominöse “Bettelmafia”.   

Die Story ist eingängig und wird seit Jahren nicht nur vom Boulevard verbreitet: Eine osteuropäische Bettelmafia zwinge verarmte Menschen auf heimischen Straßen zu betteln. Von diesem Geld leben die „Bosse“ in den Heimatländern in Saus und Braus.  Weiterlesen

Nächstes Rechtshilfetreffen am 20. Jänner 19 h im Amerlinghaus

Januar 14, 2014 von
Einladung_Amerling_2014.inddDie Rechtshilfetreffen der BettelLobbyWien im Herbst 2013 waren ein großer Erfolg. Etwa 70 BettlerInnen, StraßenzeitungsverkäuferInnen und UnterstützerInnen kamen jedes Mal ins Amerlinghaus und diskutierten über Probleme und Schwierigkeiten auf Wiens Straßen. Unser Jurist half bei den Einsprüchen der Strafverfügungen, die die Leute mitbrachten und wir konnten bereits einen UVS Spruch erwirken, wonach Betteln im U-Bahnbereich nicht nach dem Eisenbahngesetz bestraft werden darf.
Die Treffen werden also auch im Jahr 2014 fortgesetzt. Der erste Termin ist der 20. Jänner um 19 Uhr. Weitere Termine jeweils Montag um 19 Uhr am 17.2., 17.3., 28.4., 19.5., 16.6.
Findet hier die mehrsprachige Einladung: Rechtshilfetreffen Amerlinghaus.
ÜbersetzerInnen (ung. rum. bulg) sorgen stets für barrierefreie Kommunikation. Beim gemeinsamen Essen gibt es die Möglichkeit zum Plaudern und Kennenlernen. Wir freuen uns über finanzielle Unterstützung für das Catering dieser Abende. Mail to: bettellobbywien@gmx.at

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Wegen Hunger ins Gefängnis

Dezember 29, 2013 von

IMGA0398Ins Gefängnis musste eine Bulgarin, weil sie in Wien mit den Worten “Bitte Brot, habe Hunger” bettelte. Obwohl der österreichische Verfassungsgerichtshof 2012 festgestellt hat, dass Betteln ein Menschenrecht ist und es nicht verboten werden darf,  sitzt Frau Kostova*, Mutter dreier Kinder, nun bis 9. Jänner im Gefängnis Rossauerlände. Denn laut Polizeiauffassung werden Frau Kostovas Worte “Bitte Brot, habe Hunger” bereits als so genanntes “aufdringliches” Betteln gewertet, wofür mensch in Wien bis zu 700 Euro Strafe ausfassen kann. Um solche und ähnliche absurde Strafen zu beeinspruchen hat die BettelLobbyWien nun einen monatlichen Jour Fixe eingerichtet, wo wir Rechtsberatung anbieten. Die Termine für 2014 sind  jeweils am  Montag um 19 Uhr im Amerlinghaus Wien und zwar am:

20.1.
17.2.
17.3.
28.4.
19.5.
16.6.
Wir haben bulgarisch, rumänisch und fallweise ungarisch sprechende ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die bei der Übersetzung helfen.
(* Name geändert)

“Stille Nacht, Heilige Nacht” – zu Besuch bei den BettlerInnen im 15. Bezirk

Dezember 26, 2013 von
© Regina Schmid

© Regina Schmid

Eli und Regina machen bei unseren monatlichen Rechtsberatungstreffen im Amerlinghaus die Kinderbetreuung. Für Weihnachten haben die beiden sich etwas Besonderes überlegt: statt sich innerhalb ihrer Familien zu beschenken, gingen heuer die Geschenke an die Kinder der BettlerInnen und StraßenzeitungsverkäuferInnen, die sie bei den Rechtsberatungsabenden kennengelernt haben. Findet hier Elis Bericht:

Stille Nacht! Heil’ge Nacht! Alles schläft, einsam wacht; Nur das traute heilige Paar. Holder Knab’ im lockigen Haar; Schlafe in himmlischer Ruh! Schlafe in himmlischer Ruh!

Unglaublich – ein Parkplatz direkt vorm Haus und das, obwohl wir mit dem großen Auto unterwegs sind. Denn es war doch möglich mit relativ begrenztem Budget, all die Wünsche der Kinder nach Scootern, Puppen und Lego aber auch jene der Eltern nach warmen Winterschuhen und Gewand für ihre Kinder zu erfüllen und damit stapeln sich jetzt einige große Pakete und Säcke in unserem Auto.

15. Bezirk, eine Seitengasse vom Gürtel. Hoffentlich treffen wir auch jemanden an. Vor dem Haus steht ein Mann und raucht. Er spricht uns an, weil wir suchend herumschauen. Obwohl wir kein Bulgarisch sprechen und er kein Deutsch, merken wir gleich, dass wir richtig sind.  Den Rest des Beitrags lesen »

Weihnachten nicht hinter Gittern !

Dezember 20, 2013 von
Foto: SOS Mitmensch

Foto: SOS Mitmensch

Wenn Frank S. bis zum Weihnachtstag keine 300 Euro auftreiben kann, muss er ins Gefängnis. S. ist Straßenzeitungsverkäufer in Wien. Er verkauft das von SOS Mitmensch herausgegebene MO-Magazin für Menschenrechte. Laut Polizeibericht hat er am Naschmarkt „Zeitungen zu verkaufen versucht, dabei wahllos Passanten angesprochen und auch Personen die Hände entgegengestreckt und um Spenden gebeten.“

S. bestreitet die Darstellung der Polizei. Dennoch wurden er und vier weitere Personen angezeigt. Eine junge Frau musste sogar auf das Polizeirevier mitkommen, sich dort zweimal nackt ausziehen und am ganzen Körper durchsuchen lassen.Der Jurist Ronald Frühwirth reichte zusammen mit SOS Mitmensch Beschwerde ein. Der Unabhängige Verwaltungssenat verurteilte die erniedrigende Vorgangsweise der Polizei als rechtswidrig. Doch die Strafen von über 300 Euro wegen „Erschwerung des Vorwärtskommens von Passanten“ und „gewerbsmäßigen und organisierten Bettelns“ blieben aufrecht. Bei Nichtbezahlung droht eine mehrtägige Ersatzfreiheitsstrafe. Die Zahlungsfrist für S. läuft genau am 24. Dezember ab. Wenn er es bis dahin nicht schafft, das Geld aufzubringen, muss er die Weihnachtstage hinter Gittern verbringen. So etwas darf es nicht geben. Wer nichts anderes tut, als Zeitungen zu verkaufen oder Personen die Hände entgegenzustrecken und um Spenden zu bitten, darf niemals dafür ins Gefängnis kommen. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass Armut unter Strafe gestellt wird. Den Rest des Beitrags lesen »


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