Wegen Hunger ins Gefängnis

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IMGA0398Ins Gefängnis musste eine Bulgarin, weil sie in Wien mit den Worten „Bitte Brot, habe Hunger“ bettelte. Obwohl der österreichische Verfassungsgerichtshof 2012 festgestellt hat, dass Betteln ein Menschenrecht ist und es nicht verboten werden darf,  sitzt Frau Kostova*, Mutter dreier Kinder, nun bis 9. Jänner im Gefängnis Rossauerlände. Denn laut Polizeiauffassung werden Frau Kostovas Worte „Bitte Brot, habe Hunger“ bereits als so genanntes „aufdringliches“ Betteln gewertet, wofür mensch in Wien bis zu 700 Euro Strafe ausfassen kann. Um solche und ähnliche absurde Strafen zu beeinspruchen hat die BettelLobbyWien nun einen monatlichen Jour Fixe eingerichtet, wo wir Rechtsberatung anbieten. Die Termine für 2014 sind  jeweils am  Montag um 19 Uhr im Amerlinghaus Wien und zwar am:

20.1.
17.2.
17.3.
28.4.
19.5.
16.6.
Wir haben bulgarisch, rumänisch und fallweise ungarisch sprechende ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die bei der Übersetzung helfen.
(* Name geändert)
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2 Antworten to “Wegen Hunger ins Gefängnis”

  1. AKTIVE ARBEITSLOSE ÖSTERREICH Says:

    Rechtsberatung wird wohl nicht reichen, wir müssen da schon auch den politischen Kampf führen …

  2. Rechtshilfetreffen der BettelLobbyWien – Termine 2015 | BettelLobbyWien Says:

    […] gestört wird. Auch schon letztes Jahr wurden massenhaft Strafen ausgestellt und Menschen wegen Betteln ins Gefängnis gesteckt. Die Strafen sind meist rechtswidrig, willkürlich und übertrieben hart. Zudem werden […]

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