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BettelLobbyWien präsentiert „Betteln-ist-erlaubt“-Broschüre

September 13, 2013
Praterkasperl Thomas Ettl

Praterkasperl Thomas Ettl ©Milena Krobath

Broschüre informiert Bettler/innen über ihre Rechte und Geber/innen über Unterstützungsmöglichkeiten

Die BettelLobby Wien präsentierte heute vor der Polizeidirektion Wien ihre „Betteln-ist-erlaubt“- Ratgeberinnenbroschüre. Der Folder informiert Bettler/innen mehrsprachig über ihre Rechte und wird in den nächsten Wochen über Beratungsstellen sowie auf der Straße verteilt. Die BettelLobby betont, dass auch für Geber/innen, die sich für die Rechte von Bettler/innen einsetzen wollen, nützliche Informationen enthalten sind. Vorgestellt wurde die Broschüre vor der Wiener Polizeidirektion am Schottenring im Rahmen von WIENWOCHE – mit einer Aufführung des Original Wiener Praterkasperls.
Anlass für die Publikation des Ratgebers sind zahlreiche Zuschriften von Wienerinnen und Wienern, die sich an die Bettellobby gewandt hatten, erläutert Ferdinand Koller, Sprecher der Initiative: „Wir haben in den letzten Monaten verstärkt erzürnte Mails und Anrufe der Bevölkerung erhalten.“ Wienerinnen und Wiener hätten der BettelLobby von einem drakonischen Vorgehen der Polizei berichtet und sich über willkürliche und schikanöse Behandlung der Bettler/innen beschwert.
Analyse von Strafbescheiden fördert Missstände zu Tage

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Die Polizei hat eine gefährliche Bande erwischt, das ist die Bettelmafia:

September 12, 2013
praterkasperl„Sie haben […] an einem öffentlichen Ort als Beteiligter einer organisierten Gruppe (d.h. in bewusster Verabredung von mindestens 3 Personen) um Geld oder geldwerte Sachen gebettelt. Konkret haben Sie folgende Tathandlung/en gesetzt: Sie haben vorbeigehende Passanten um Geld angebettelt, indem Sie diesen Ihre Hände entgegen gehalten haben. In Ihrer unmittelbaren Nähe haben [ N.N.] und [ X.Y. ] ebenfalls gebettelt, wobei sie zu diesen Personen ständigen Sichtkontakt hatten.“Wieder ein paar Hunderter für die Staatskassa oder eben Gefängnis für die „Bande“: für 100 Euro Strafe sitzt man immerhin 4 Tage (1 Euro = 1 Stunde).

Deshalb: am Freitag zum Kasperl kommen und „Betteln-ist-erlaubt“ Broschüre mitnehmen! (K)ein Kasperltheater, 13.9.2013 10 Uhr, Bundespolizeidirektion Wien https://www.facebook.com/events/638919602809224/?ref=22

GEGEN DAS BETTELVERBOT IM ERSTEN BEZIRK

November 26, 2009

In der Wiener Innenstadt müssen BettlerInnen- werden sie beim Betteln angetroffen- aufs Polizeirevier mitgehen, sie müssen sich in Anwesenheit eines/r Beamtin entkleiden, meist ihr gesamtes Geld der Polizei übergeben und häufig bekommen sie zusätzlich auch noch eine Strafe von ca. 70 Euro. Zur Erinnerung: in Wien gibt es KEIN Bettelverbot.

Christliche und rechte Parteien verlangen  ein Bettelverbot. Um die Akzeptanz für dieses Verbot in der Bevölkerung zu erhöhen, werden BettlerInnen in den Medien bewusst denunziert und kriminalisiert.

Um auf diese Missstände hinzuweisen, veranstalteten AugustinmitarbeiterInnen und BettelLobbyistInnen am Freitag dem 13. eine Aktion im 1. Bezirk. Neben der Theateraufführung wurden Infozettel verteilt und es gab viele Diskussionen mit PassantInnen.

Am 14.11. berichtete der Kurier über rumänische PolizistInnen, die den Wr. KollegInnen helfen sollen, die „Hintermänner“ auszuspüren. Doch: „An diesem Freitag verlief der Einsatz nicht wie erhofft. Kein Bettler weit und breit.“ Wahrscheinlich waren die alle bei der F13-Aktion ;-)) 

 


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