Posts Tagged ‘Verhetzung’

Endlich haben die Wr. Linien ihre diskriminierenden Durchsagen eingestellt, die BettelLobby bedankt sich:

März 30, 2009

An die

Wiener Linien  Erdbergstraße 202   A-1030 Wien

kundendienst@wienerlinien.co.at

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die BettelLobbyWien möchte sich an dieser Stelle ausdrücklich bei den Wiener Linien für die Einstellung Ihrer „Bettlerdurchsage“ bedanken!

Wir sind froh, dass die Wiener Linien nun ihre soziale Verantwortung dahingehend wahrnehmen, dass sie jetzt keine diskriminierenden und Vorurteile schürenden Ansagen mehr tätigen.
Die Menschen, die durch die verheerende wirtschaftliche Lage in ihren Herkunftsländern, keine anderen Möglichkeiten haben, als sich und ihrer Familie durch Betteln das Überleben zu sichern, brauchen Solidarität und Unterstützung von uns allen.

Wir hoffen, dass die Wiener Linien den nun eingeschlagenen Weg fortsetzen werden und stehen gerne weiterhin für Informationen und Diskussionen zur Verfügung!

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft!

mfg

BettelLobbyWien

KEIN BOCK AUF SÜNDENBÖCKE

März 30, 2009

Statement der BettelLobbyWien zu Häupls „Wiener Hausordnung“

 Eine Symbiose von Strache und Boulevard sorgt in diesen Tagen laufend für die Konstruktion immer neuer „Katastrophen“ und „Skandale“, als deren Verursacher aber nicht, wie man meinen sollte, die Finanzkapitaljongleure, sondern deren ärmste Opfer hingestellt werden: die BettlerInnen aus den Ländern Osteuropas. Die Polizei liefert jede gewünschte Statistik, um die Ausweitung der überwachungsstaatlichen Instrumentarien gegen die unerwünschten Armen zu legitimieren. Im Jänner und Februar habe es in Wien 103 Anzeigen wegen „organisierter Bettelei“ gegeben. Bekanntlich sagen Anzeigen aufgehetzter BürgerInnen nichts aus über die reale Dimension des angegebenen Delikts. Aussagekräftig wäre, wenn die Behörde der Öffentlichkeit die Aufdeckung des ersten „mafiosen“ Netzwerks osteuropäischer Bettelei-PendlerInnen dokumentieren könnte. Die populistische Politik und die Boulevardmedien fragen nicht nach solchen Dokumenten nach, und sie hüten sich, durch Hintergrundberichte z.B. über den Zusammenbruch der rumänischen Volkswirtschaft ein Verständnis für den Überlebenskampf der Opfer zu fördern, der sie unter


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