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„Von frühneuzeitlichen Bettelzeichen zu den heutigen Forderungen nach Bettlerlizenzen“ – Buchpräsentation 17.6. 17.30 h

Juni 12, 2014

buchIn Salzburg und Graz wurden in den letzten Monaten diverse Formen der Beschränkung des Bettelns diskutiert. Die Forderungen reichen von „Bettlerlizenzen“ und „Erlaubnisscheinen“, die Betteln auf einen ausgesuchten Personenkreis einschränken sollen, bis hin zu „Erlaubniszonen“ und „Erlaubniszeiten“, mit denen auch das Wo und Wann geregelt werden soll. Historisch gesehen sind diese Vorschläge wenig innovativ. Ab dem Spätmittelalter wurde Betteln in Städten immer mehr reglementiert und beschränkt. In Wien waren zwischen 1443 und 1693 nur BettlerInnen mit obrigkeitlicher Bettelerlaubnis in Form eines Bettelzeichens erlaubt, das gut sichtbar an der Kleidung angebracht werden musste. Nur an bestimmten Plätzen in der Stadt durfte damit um Almosen gebeten werden. Eine kürzlich erschienene Publikation widmet sich dem Wiener Bettelzeichen, das die Bezeichnung „Stadtzeichen“ trug, sowie den Menschen, die damit markiert und somit zu „StadtzeichnerInnen“ wurden. Bei der Buchpräsentation wird ausgehend von den spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Verhältnissen eine Brücke zur aktuellen Situation bettelnder Menschen sowie den mit ihnen verbundenen Diskussionen geschlagen.

Datum und Uhrzeit: 17. Juni 2014, 17:30 Uhr

Ort: Wiener Stadt- und Landesarchiv (Guglgasse 14, 1110 Wien, Gasometer D)

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