Symposium in Innsbruck: Bettelverbote – Schritte der Intervention

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10151380_10152245583314724_228220783_nKOMMENDES WOCHENENDE FINDET IN INNSBRUCK DIESES SPANNENDE SYMPOSIUM STATT, EINIGE VON DER BETTELLOBBYWIEN WERDEN AUCH DABEI SEIN, ORGANISIERT WURDE DAS SYMPOSIUM VON der Initiative Minderheiten Tirol in Kooperation mit der Bettellobby Tirol

Symposium  Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck

Sonntag, 6. April 2014
Workshop Kunschtschule, c/o Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck

Freitag, 13. Juni 2014 Aktionstag Innsbrucker Innenstadt

Die Debatte über Bettelverbote und die Kriminalisierung von Bettler_innen ist im Zuge einer gesetzlichen Neuregelung in Tirol angekommen und beginnt auf Hochtouren zu laufen. Bevor die Denkmuster durch die ewige Wiederholung eingeprägt sind und Schlagwörter wie „Bettelmafia“ oder „organisierte Banden“ in ihrer inszenierten Bedrohlichkeit zum selbstverständlichen Argumentationsrepertoire gehören,  SYMPOSIUM@FACEBOOK

bevor sich mittels diskursiver Macht der letzte Rest an kapitalismuskritischen Sichtweisen und an der Bereitschaft zu Solidarität verflüchtigt hat, fangen wir schon mal an zu
intervenieren, bevor es zu spät ist. Ziel des Projektes ist es, Betteln als Thema auf die Agenda kritischer künstlerisch-kreativer und politischer Netzwerke zu setzen.

Als Auftakt des dreiteiligen Kunst- und Kulturprojektes findet ein Symposium mit Künstler_innen, Wissenschafter_innen und Aktivist_innen (insbesondere aus Wien, der Steiermark, Salzburg und Tirol) statt:
Part I: Symposium
Bettelverbote im Widerspruch: Debatten – Argumente – Interventionen
Programm-Übersicht:
Samstag, 5. April 2014, ab 13:00 Uhr
Ort: Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
13:00 Begrüßung
Diskurse & GegenArgumente Referent_in
Armut, Öffentlichkeit und öffentliches Armutswissen Elisabeth Kapferer
Von der „Verletzung kultureller Gefühle“ bis zum „Schandfleck, der ausradiert gehört“.
Konstruktionen von Bettler_innen als Bedrohung in österreichischen Medien Stefan Benedik
15:00 Gegenargumente zum dominanten Diskurs Ferdinand Koller
Anschließend Kurzfilm mit Diskussion: „Graz – Hauptstadt des Bettelverbots“
Rechtliche Rahmenbedingungen & aktivistische Netzwerke
16:45 Landesrechtliche Bettelverbote und die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes Barbara Weichselbaum
Podiumsgespräch mit Aktivist_innen aus Österreich
Austausch & Handlungsperspektiven – Gesprächsgruppen
18:45 • Gemeinsame politische Arbeit mit bettelnden Menschen?! Marion Thuswald, Philipp Sperner
• Macht der Medien – machtlose Interventionen? Nora Musenbichler, Stefan Benedik
• Herausforderungen – Persönlicher Umgang mit
bettelnden Menschen Ferdinand Koller, Elisabeth Hussl
• Betteln & Bettelverbote als Thema der Bildungsarbeit Desirée Summerer, Hans Peter Graß
• Soziale Arbeit – Unterstützungsmöglichkeiten Franz Wallentin, Ricarda Kössl, Michael Neuner
19:30 Abendessen
Zusammenfassung & Ausblick
Kunst & Intervention
20:00 Gespräch mit der Filmemacherin Ulli Gladik Ulli Gladik, Daniel Pöhacker
Anschließend Filmvorführung: „Natasha“
Wichtige Information:
Aus organisatorischen Gründen ist eine Anmeldung bis Donnerstag, 3.4.2014 dringend erforderlich: im.tirol@minorities.at

Part I: Symposium
Bettelverbote im Widerspruch:
Debatten – Argumente – Interventionen
Samstag, 5. April 2014, ab 13:00 Uhr
Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
Diskurse & GegenArgumente
Elisabeth Kapferer
Armut, Öffentlichkeit und öffentliches Armutswissen
Sei es im Wahlkampf, in den Medien, am Stammtisch: Armut in Österreich ist Thema. Die Armutsdebatte wird öffentlich
und vielfältig geführt – oft erbittert, selten sachlich. Wenn mit Interventionen auf die Debatten reagiert werden will,
verdient nicht nur das „Was“ der entsprechenden Äußerungen und herrschenden Bilder, sondern auch das „Woher“
und „Wohin“ Aufmerksamkeit. Um was für eine Art Wissen handelt es sich bei „öffentlichem Armutswissen“ und um
wessen Wissen geht es dabei? Vor allem aber: Aus welcher Perspektive kommt es und was können Hintergründe
sein? Und was sind schließlich die Konsequenzen solchen Wissens und seiner Äußerungen und somit mögliche
Andockpunkte für Intervention?
Stefan Benedik
Von der „Verletzung kultureller Gefühle“ bis zum „Schandfleck, der ausradiert gehört“. Konstruktionen
von Bettler_innen als Bedrohung in österreichischen Medien
Seit 25 Jahren sind auch im öffentlichen Raum österreichischer Städte Menschen präsent, die als transnationale
Arbeitsmigrant_innen bezeichnet werden können. Obwohl die sozialen Praktiken von Betteln, Straßenmusik,
Straßenzeitungsverkauf etc. kaum Konfliktpotential gezeigt haben, gerieten sie in den Medien häufig zu äußerst
kontroversiell diskutierten Themen. Der Vortrag wird exemplarisch einige jener Diskursfiguren und Bilder vorstellen,
die in den öffentlichen Diskussionen am weitesten verbreitet sind und dabei auch die Vorstellungen von „Kultur“
und Geschlechterrollen herausarbeiten. Abschließend wird auch das Engagement von Organisationen, die für die
Betroffenen intervenieren, im Verlauf und Charakter dieser Auseinandersetzungen analysiert.
Ferdinand Koller
Gegenargumente zum dominanten Diskurs
Der Diskurs um Bettelverbote ist vom Bild einer Bettelmafia geprägt, welche die Bettler_innen ausbeuten würde.
Politiker_innen argumentieren, dass einerseits die Bettler_innen geschützt werden müssen, andererseits die Bewohner_
innen der Städte. Doch neben diesem Argument finden sich noch andere, mit denen Bettelverbote legitimiert werden:
Bettler_innen stören das Stadtbild und schaden Tourismus und Wirtschaft; Bettler_innen sind ein Sicherheitsproblem
und stellen eine unzumutbare Belästigung dar; Almosen sind keine „nachhaltige“ Hilfe. Diese Argumente werden
analysiert und im Anschluss Gegenargumente entwickelt.
Kurzfilm mit Diskussion: „Graz – Hauptstadt des Bettelverbots“
AT / 2011, Regie: Heinz Trenczak, Vis-à-vis Film, 29 min. Kollektives Projekt mit zahlreichen Beteiligten.
Ab Februar 2011 wurde bei der großen Demonstration vor dem Landhaus und in der Herrengasse und bei der
gleichzeitigen entscheidenden Sitzung im Steiermärkischen Landtag, bei der Plakataktion rund um das Bettelverbot
sowie bei der Eröffnung der Ausstellung „Wir alle sind Bettler, das ist wahr“ im Grazer Stadtmuseum gedreht. Aus
diesen Materialien entstand ein mehr oder minder polemisches Videodokument.
Rechtliche Rahmenbedingungen & aktivistische Netzwerke
Barbara Weichselbaum
Landesrechtliche Bettelverbote und die Rechtsprechung des Verfassungsgerichtshofes
Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat sich im Jahr 2012 in mehreren Entscheidungen mit der Frage der Zulässigkeit
des Bettelns beschäftigt. Kernaussagen sind, dass „stilles Betteln“ erlaubt ist und die Regelung von Bettelverboten in
die Kompetenz der Länder („örtliche Sicherheitspolizei“) fällt. Bettelverbote sind in den einzelnen Bundesländern
unterschiedlich geregelt. Im Vortrag sollen auch Fragen aufgegriffen werden, die der VfGH in seinen Entscheidungen
unbeantwortet gelassen hat, wie etwa die Auslegung des Begriffs „organisiertes Betteln“ oder ob das Erschweren der
Benützung eines öffentlichen Ortes für andere Personen durch Bettler_innen tatsächlich die Form eines „Missstandes“
annehmen kann, der der Landeskompetenz „örtliche Sicherheitspolizei“ zuordenbar ist.
Podiumsgespräch mit Aktivist_innen aus Österreich
In den letzten Jahren gibt es in Österreich vermehrt Widerstand gegen die Kriminalisierung von bettelnden Menschen.
Solidarität und Protest nehmen dabei vielfältige Formen an und hinterlassen kontroverse Spuren. Im Mittelpunkt des
Podiumsgesprächs mit Aktivist_innen aus Österreich stehen Fragen nach Möglichkeiten, Erfolgen und Grenzen von
Interventionen durch Reflexion praktischer Erfahrungen. Handlungsperspektiven und Vernetzungen sollen dabei
ebenso thematisiert werden wie Widersprüche und Rückschläge. Was sollen und können Interventionen bewirken,
wo setzen sie an, worauf zielen sie ab? Und welche Strategien werden angewendet?
Es diskutieren: Nora Musenbichler (Graz), Hans-Peter Graß und Desirée Summerer (Salzburg), Marion
Thuswald und Ferdinand Koller (Wien), Ricarda Kössl, Elisabeth Hussl und Philipp Sperner (Innsbruck).
Austausch & Handlungsperspektiven
In parallel angebotenen Gesprächsgruppen besteht die Möglichkeit, sich zu speziellen Themenbereichen und Fragen
zu informieren, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam Handlungsperspektiven zu entwickeln.
Gemeinsame politische Arbeit mit bettelnden Menschen?!
Welche Bedingungen müssen gegeben sein, damit bettelnde Menschen ihren eigenen Stimmen Gehör verschaffen
können? Wie können sie in der Selbstorganisierung unterstützt werden? Die gemeinsame Diskussion von Fremd- und
Selbstrepräsentationen und der Erfahrungen aus anderen Bundesländern führen möglicherweise auch zu Ideen oder
konkreten Projekten, die in Innsbruck/Tirol umgesetzt werden können.
Input und Moderation: Marion Thuswald, Philipp Sperner

Macht der Medien – machtlose Interventionen?
Mythen wie die Redeweise von „organisierten Bettelbanden“ oder Stereotypisierungen von bettelnden Menschen
in der Medienberichterstattung spielen eine zentrale Rolle in der Wahrnehmung von und im Umgang mit bettelnden
Menschen – mit Hetze wird Stimmung erzeugt, mit Bedrohungsszenarien werden repressive Maßnahmen
gerechtfertigt. Welche Möglichkeiten der Intervention gibt es, wie wirkungsvoll können sie sein?
Input und Moderation: Nora Musenbichler, Stefan Benedik
Herausforderungen – Persönlicher Umgang mit bettelnden Menschen
Geben – Vorbeigehen – Hinschauen – Wegschauen: Die Begegnung mit bettelnden Menschen löst – individuell –
unterschiedliche Emotionen aus. Die Gesprächsgruppe eröffnet einen Raum für Diskussion und Selbstreflexion und
stellt die Frage nach einem verantwortbaren Umgang mit bettelnden Menschen.
Input und Moderation: Ferdinand Koller, Elisabeth Hussl
Betteln & Bettelverbote als Thema der Bildungsarbeit
Je klarer die eigene Haltung und Einstellung gegenüber bettelnden Menschen und Armut ist, desto unaufgeregter
verläuft auch die Begegnung. Genau hier kann (außer)schulische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung ansetzen.
Diese Gesprächsgruppe gibt Anregungen, sich mithilfe unterschiedlicher methodischer Zugänge dem Thema bewusst
und reflektiert anzunähern, um den Prozess der Meinungsbildung abseits von Polemik und „Legende“ zu unterstützen.
Input und Moderation: Desirée Summerer, Hans Peter Graß
Soziale Arbeit – Unterstützungsmöglichkeiten
Direkte Unterstützung von bettelnden Menschen insbesondere in der Sozialen Arbeit ist mit vielen Grenzen
konfrontiert. Um unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten auszuloten, wird sich die Gesprächsgruppe u.a. mit
den gesetzlichen Rahmenbedingungen, mit basaler Versorgung, Existenzsicherung und aufenthaltsrechtlichen Fragen
beschäftigen.
Input und Moderation: Franz Wallentin, Ricarda Kössl, Michael Neuner
Zusammenfassung & Perspektiven
Kunst & Intervention
Gespräch mit der Filmemacherin Ulli Gladik
Die Filmemacherin Ulli Gladik hat eine Reihe von Kurzfilmen gedreht, in denen die Stimmen der Betroffenen zum
Nachdenken anregen: Interview Beata (2006), Iveta und Bandi (2006), „Die Polizei ist die Mafia“ (2005) oder
„Frau Martinas Kampf gegen das Wiener Bettelverbot“ (2011). Das Gespräch mit der Regisseurin führt Daniel
Pöhacker.
Filmvorführung: „Natasha“
AT / 2008, Regie: Ulli Gladik, 84 min, Bulgarisch mit deutschen oder englischen Untertiteln.
Natasha lebt in einer kleinen Stadt in der Nähe von Sofia/Bulgarien. Um ihre Familie zu ernähren, fährt sie seit drei
Jahren mehrmals jährlich nach Österreich um zu betteln. Ulli Gladik, Kamerafrau und Regisseurin in Personalunion,
begleitete Natasha und ihre Familie im Zeitraum von fast zwei Jahren. Der Film zeigt Natashas Alltag als Bettlerin
in Österreich und die Lebensumstände in ihrer Heimat. Arbeitsplätze gibt es dort kaum. Die ehemaligen staatlichen
Fabriken und Kolchosen dienen nun den Altmetallsammler_innen, die mühsam Drahtreste und Metallabfälle zusammen
suchen und um ein paar Cent verkaufen. Nach dem Ende des Realsozialismus ist Natashas Familie an den Rand der
Gesellschaft gedrängt. Zu jung um in Pension zu gehen, ohne Aussicht auf einen Arbeitsplatz und praktisch ohne
Perspektiven versucht die Familie, mit Natashas erbettelten Geld das Leben in ihrem Haus, das seit Jahrzehnten im
Rohbau ist, erträglich zu gestalten (www.natasha-der-film.at).
Ausstellung in der Bäckerei
Plakatserie: „Betteln – Armut hat ein Gesicht“. Fotoporträts von in Graz Bettelnden in der Grazer Innenstadt.
Konzept: Arian Andiel, Fotografie: Arian Andiel und Paulus Jakob. Gefördert von der Steirischen Gesellschaft für
Kulturpolitik (GKP).
Im täglichen Straßenbild werden Bettler_innen oft nur als Bildschatten ungefähr in Kniehöhe der Vorbeigehenden
wahrgenommen so wie ihre Gesichter zum Teil in unterwürfiger Haltung verschwinden. Trotzdem sind sie ein Ärgernis
für sozial deutlich besser ausgestattete Menschen. Wie so oft werden nicht die Ursachen reflektiert und (sozial-)
politische Verbesserungen eingeleitet, sondern gedankenlos eine Projektion genützt, um Abneigungen, oft sogar
Feindbilder zu konstruieren. Die Dokumentation und die Verdeutlichung von Haltungen sind seit jeher auch Methoden
künstlerischer Arbeit.
Beteiligte Wissenschafter_innen, Künstler_innen, Aktivist_innen
Benedik, Stefan: Historiker und Kulturwissenschafter, Mitarbeiter am Institut für Geschichte, Fachbereich
Zeitgeschichte/Geschlechtergeschichte Uni Graz. Publikation: „Die imaginierte ‚Bettlerflut’. Transnationale
Migrationen von Roma/Romnija: Konstrukte und Positionen“, 2013.
Gensluckner, Lisa: Politikwissenschafterin, Initiative Minderheiten Tirol.
Gladik, Ulli: Schule für künstlerische Fotografie bei Friedl Kubelka, Studium an der Akademie der bildenden
Künste in Wien und Sofia, Künstlerin, Regisseurin und Kamerafrau, BettelLobbyWien (www.bettellobbywien.
worldpress.com).
Graß, Hans Peter: Geschäftsführer Friedensbüro Salzburg, ausgebildeter Sonderschul- und Religionslehrer,
dipl. Erwachsenenbildner, Workshops und Seminare zu Krieg und Frieden, Vorurteile, Feindbilder, Rassismus,
Interkulturalität.
Hussl, Elisabeth: Politikwissenschafterin, Bettellobby Tirol.
Kapferer, Elisabeth: Studium der Germanistik und Politikwissenschaft, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum
für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg (ZEA). Koordinatorin der Initiative „Hunger auf Kunst &
Kultur“ in Tirol.
Koller, Ferdinand: Studium der Theologie und der Menschenrechte, mehrere Publikationen zum Thema Betteln,
seit 2009 Aktivist bei der BettelLobby Wien, hauptberuflich im Romano Centro in Wien tätig.
Kössl, Ricarda: Architektin, Leiterin der Architekturwerkstatt Kunschtschule Innsbruck, Bettellobby Tirol.
Pöhacker, Daniel: Freischaffender Filmemacher (Innsbruck), zahlreiche Dokumentarfilme.
Musenbichler, Nora: Studium der Theologie, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, seit 2010 Koordinatorin der 34
VinziWerke in Österreich. Schwerpunkte der VinziWerke: Arbeit mit Obdachlosen, Suchtkranken, Roma, psychisch
kranken Menschen, Basisversorgung durch Notschlafstellen und Dauerherbergen.
Neuner, Michael: Sozialarbeiter, Streetwork, Verein für Obdachlose, Innsbruck.
Sperner, Philipp: Student der vergleichenden Literaturwissenschaft, Bettellobby Tirol.
Summerer, Desirée: Friedensbüro Salzburg, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit / Pressearbeit und
friedenspolitische Veranstaltungen. Studium der Soziologie und Kommunikationswissenschaft mit den
Schwerpunkten Zivilgesellschaft/Gender und Entwicklung.
Thuswald, Marion: Sozialpädagogin und Bildungswissenschaftlerin, Universitätsassistentin am Institut für das
künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste Wien, BettelLobbyWien.
Wallentin, Franz: Sozialarbeiter, Streetwork, Verein für Obdachlose, Innsbruck.
Weichselbaum, Barbara: Assistenzprofessorin am Institut für Staats- und Verwaltungsrecht der
Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien, Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte, zahlreiche
Veröffentlichungen zum Thema Bettelverbote.
Part II: Workshop
Künstlerisch-kreative Interventionsformen
Sonntag, 6. April 2014, 10:00 – 13:00 Uhr
Kunschtschule, c/o Die Bäckerei – Kulturbackstube, Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
Gerüstet mit Hintergrundinformationen, einem tiefgehenden Verständnis der Funktionsweisen von Diskursen und Praktiken
in Bezug auf Betteln und voller Ideen und Anregungen zu künstlerisch-kreativen Auseinandersetzungsmöglichkeiten,
treffen wir uns zu einem gemeinsamen Workshop. Dieser dient der kollektiven Ideensammlung für den Aktionstag am
13. Juni und soll zu Kooperationen und künstlerisch-kreativen Experimenten sowie zur Entstehung neuer Netzwerke
der Zusammenarbeit beitragen. Da sich die Interventionen am Aktionstag an eine breite Öffentlichkeit richten, liegt der
Schwerpunkt auf Aktionen im öffentlichen Raum (wie z.B. Straßentheater) und auf Ausdrucksformen und Medien, mit
denen viele Menschen erreicht werden können (z.B. Postkarten mit künstlerisch-kreativ gestalteten Sujets zum Thema,
Plakate etc.). Alle Personen, die sich beteiligen wollen, sind herzlich eingeladen.
Für die Realisierung künstlerisch-kreativer Interventionsformen und Materialkosten steht ein von allen Beteiligten
gemeinsam zu verteilendes Budget in der Höhe von 3.500,– zur Verfügung.
Wichtige Information:
Aus organisatorischen Gründen Anmeldung bis Donnerstag, 3.4.2014 dringend erforderlich: im.tirol@minorities.at
Part III: Aktionstag
Interventionen vor Ort im öffentlichen Raum
Freitag, 13. Juni 2014
Innsbrucker Innenstadt
Mit dem im Workshop vom 6. April gemeinsam entwickelten Interventionsformen wird ein Aktionstag in der Innsbrucker
Innenstadt gestaltet, der sich in konzentrierter Form künstlerisch-kreativen Auseinandersetzungen mit dem Thema Betteln
widmet. Ein Teil davon soll auch in dialogischer Form stattfinden: Vertreter_innen unterschiedlicher Konfessionen
werden eingeladen, um in Gesprächskreisen im öffentlichen Raum über den Tag verteilt über Grundhaltungen zu
Betteln und Armut in unterschiedlichen Religionen zu diskutieren.
Detailinformationen: http://www.minorities.at
Anreise, Lageplan
Konzept und Organisation:
Initiative Minderheiten in Kooperation mit Bettellobby Tirol
Initiative Minderheiten Tirol
Lisa Gensluckner, Benedikt Sauer
Jahnstraße 17, 6020 Innsbruck
Tel. und Fax: 0512-586783; Mobil: 0650-3308666
im.tirol@minorities.at; http://www.minorities.at
Bettellobby Tirol
Ricarda Kössl, Elisabeth Hussl, Philipp Sperner
c/o Initiative Minderheiten
Jahnstraße 17, 6020 Innsbruck
Tel.: 0680-2322355
bettellobby-tirol@gmx.at
Layout: Atelier Pixelknecht, Rudolph Thomas, Innsbruck
Die Bäckerei – Kulturbackstube,
Dreiheiligenstraße 21a, Innsbruck
BETTEL
LOBBY
TIROL
Fördergeber und Kooperationspartner:
Gefördert durch das Land Tirol im
Rahmen von TKI open 2014.
Arbeitskreis Wissenschaft und
Verantwortlichkeit (WuV),
Forschungsschwerpunkt Kulturelle
Begegnungen – Kulturelle Konflikte,
Universität Innsbruck.

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