Mit ‘Protestmails’ getaggte Beiträge

Nächtigungsgebühr stoppen! Die Stadt Wien will jetzt 4 Euro für eine Nacht im Notquartier…

September 30, 2010

Unterzeichnet jetzt, um diese absurde Forderung zu verhindern!

Hier geht´s zur Petition - gegen die Einhebung von 4 Euro für die Nächtigung in einem Notquartier!

  • Im Rahmen der Einführung der Bedarfsorientierten Mindestsicherung hat der Fond Soziales Wien (FSW) beschlossen, dass wohnungslose Menschen ab 1. September 2010 die Nachtnotquartiere nur noch 2 Monate kostenlos nutzen dürfen. Danach wird ein „Kostenbeitrag“ von 4 Euro pro Nacht bzw. 120 Euro pro Monat für die Übernachtung eingehoben. Damit wird von der bisherigen Praxis, die Schlafplätze generell kostenlos zur Verfügung zu stellen, abgegangen. (more…)

Stellungnahme der BettelLobbyWien zur geplanten Änderung des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes

März 6, 2010

Zur geplanten Änderung des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes, welche durch einen Initiativantrag der Landtagsabgeordneten der SPÖ gefordert und von der ÖVP unterstützt wird, hat die Bettellobby Wien folgende Kritikpunkte anzumerken:

1. Die Novellierung sieht die Erweiterung des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes um den Tatbestand des „gewerbsmäßigen Bettelns“ vor. Laut der Begründung des Antrages richtet sich diese neue Regelung gegen alle Personen, die regelmäßig betteln. Betteln soll „sofern die Absicht der wiederkehrenden Begehung zur Verschaffung einer fortlaufenden Einnahmequelle zu bejahen ist, strafbar sein, ohne jedoch ein generelles Bettelverbot vorzusehen“. (more…)

Macht mit beim Protest gegen Kriminalisierung und Denunzierung von BettlerInnen!!

Juli 9, 2009

Während man in Graz ein Verbot organisierter Bettelei fordert, werden in Wien wieder Rufe nach einem generellen Bettelverbot laut – die Argumentation erinnert an eine längst vergangen gehoffte Zeit. Die BettelLobbyWien kontert mit Leserbriefen und Stellungnahmen. 
Ich bitte euch, euch dem Protest anzuschließen, Protestbriefe an Ulm, Pürstl und Tscharnutter kopieren und pasten, oder selber schreiben, und an die verantwortlichen Herren schicken… Die entsprechenden Zeitungsartikel, auf die wir reagiert haben, findet ihr als Links in den Protestbriefen. Die BettelLobbyWien gibt´s auch auf Facebook:  http://www.facebook.com/group.php?gid=104150631709&ref=share     Ulli

Sehr geehrter Herr BZÖ-Landesobmann Tscharnutter!

Juli 9, 2009

To: michael.tscharnutter@bzoe.at  Cc: redaktion@heute.at

 Wir – die BettelLobbyWien – haben mit großer Sorge und Verwunderung Ihre Forderung nach „Mariahilfer-Straßen-Cops“ in der Gratiszeitung „Heute“ vom 5.7.2009 gelesen.

Irritiert sind wir nicht nur über Ihre Diktion, die Menschen am Rande unserer Gesellschaft kriminalisiert, verleumdet und diskriminiert, sondern auch über die Vermischung bzgl. Gleichsetzung von Menschen, mit völlig unterschiedlichen Lebensproblematiken.

Als BettelLobbyWien möchten wir Sie darauf aufmerksam machen, das BettlerInnen, die großteils aus Osteuropa zu uns – in eines der reichsten Länder der Welt – kommen, dies aufgrund ihrer völlig aussichtslosen wirtschaftlichen Lage tun und sich ihr Schicksal weder ausgesucht noch gewünscht haben. Diese Menschen, die von enormer Armut betroffen sind, im gleichen Atemzug mit „Zettelverteilern“ etc. zu erwähnen, finden wir extrem menschenverachtend und zynisch.

(more…)

Ich will nicht betteln, aber dürfen muss ich!

Juli 9, 2009

Kommentar der BettelLobbyWien

Polizistinnen und Polizisten (und ihr Präsident) stellen oft ein Ärgernis dar. Vor allem, wenn sie aufdringliche Kommentare für Zeitungen schreiben oder mit unreflektierter und uniformierter (aber uninformierter) Haltung im Schlepptau an die Öffentlichkeit appellieren. In Wien legen viele MitarbeiterInnen der Polizei aufdringliches und aggressives Betteln dahingehend aus, dass Menschen(!), die am Gehsteig sitzen oder ihre Beine oder Arme ausstrecken, diesbezüglich abgestraft werden. (more…)

BettelLobbyWien Protestmails an die Wiener Linien, Teil 2

Februar 26, 2009

An die Wiener Linien:

From: bettellobbywien@live.at

To: Kundendienst@wienerlinien.at

Sehr geehrte Damen und Herren!

 Die Bettellobby Wien nimmt zu Ihrer Antwort vom 12.01.2009 betreffend unsere Stellungnahme zur „Bettlerdurchsage“ wie folgt Stellung:

  1. Die von Ihnen vorgeschlagene Spende an anerkannte Hilfsorganisationen stellt für die Fahrgäste keine Handlungsalternative zu einer Spende an bettelnde Menschen dar, da es in Wien keine Organisation gibt, die bettelnde Menschen direkt unterstützt (Wenn Sie eine solche Organisation kennen, geben Sie uns bitte Bescheid!). Diesbezüglich verbreiten Sie mit Ihrer Durchsage eine Unwahrheit, die dazu führt, dass die Fahrgäste glauben, dass bettelnden Menschen ohnehin geholfen wird und ihre Spende deshalb nicht notwendig ist. Das Gegenteil ist der Fall: bettelnde Menschen sind auf die Gaben anderer angewiesen, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Familien zu sichern.
  2. Dass sie bettelnde Menschen pauschal als „organisiert“ bezeichnen und damit in die Nähe des organisierten Verbrechens rücken („Bettelbanden“) ist äußerst problematisch, da die Existenz solcher Banden auf unsere Anfrage nicht einmal von der Polizei bestätigt werden konnte. Auch wenn es solche Banden geben sollte, der Großteil der bettelnden Menschen bettelt nicht „organisiert“. Dadurch, dass sie jedes Betteln als „organisiert“ bezeichnen, befördern Sie ein nicht bestätigtes Vorurteil und tragen so zur Diskreditierung bettelnder Menschen in der Öffentlichkeit bei. Auf welchen Informationen beruht Ihre Behauptung, dass bettelnde Menschen in den U-Bahnzügen „organisiert“ sind?
  3. Die Wiener Linien befördern jährlich 770 Millionen Fahrgäste. Durch Ihre ständig wiederholten Durchsagen erreichen sie mehr Menschen als sämtliche Zeitungen, wodurch Sie wesentlich zur Meinungsbildung Ihrer Fahrgäste beitragen. Dies bedeutet für die Wiener Linien eine große Verantwortung, vor allem auch deshalb, weil Ihre Durchsage eine Verhaltensänderung anstrebt, die auch außerhalb des U-Bahnbereichs wirksam wird. Im Minutentakt Unwahrheiten und Vorurteile zu verbreiten ist insbesondere aufgrund des großen Einflusses der Durchsagen auf die Fahrgäste und deren großer Anzahl nicht zu verantworten, auch wenn von einzelnen Fahrgästen Maßnahmen gefordert werden. In ihrem „Mission Statement“ betonen die Wiener Linien, sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst zu sein: der Aufruf zu unsolidarischem Verhalten gegenüber armen Menschen, die Verbreitung von Unwahrheiten und die Beförderung von Vorurteilen zeigen, dass Sie Ihre soziale Verantwortung in diesem Fall ignorieren.
  4. Wir möchten Sie einladen, dieses Thema mit uns persönlich zu diskutieren. Gerne stellen wir Ihnen Informationen rund um das Thema Betteln in Wien zur Verfügung.

 Mit freundlichen Grüßen

 Die BettelLobbyWien

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Protestmails…

Februar 17, 2009

An die Wiener Linien / Kopie an Augustin:

Keine Organisation unterstützt BettlerInnen

Sehr geehrte Damen und Herren!

Zur Zeit werde ich beim U-Bahn-Fahren mit einer Durchsage belästigt, die mir nahelegt, an BettlerInnen in der U-Bahn kein Almosen zu geben. Im Text der Durchsage wird unterstellt, dass es sich um organisierte Bettelei handelt. „Organisiert“ impliziert eine kriminelle Vereinigung. Wenn ich die unsäglich armen und oft verkrüppelten Leute ansehe mit den deutlichen Spuren von Mangelernährung und in ihrer notdürftigen Kleidung tut mir ja die kriminelle Vereinigung leid, die so armselig arbeitet. (more…)


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