Mit ‘Bettler’ getaggte Artikel

Schutzlose Unsicherheitsherde

April 8, 2013

bettlerstachmichnieder«Die Bürger fühlen sich gestört» – Bettler_innen sind also keine Bürger_innen?

Dass sich Ereignisse und Entwicklungsstufen der Gesellschaft und Geschichte in Zyklen wiederholten, wollen wir nicht annehmen: Die Chancen, gerechtere Verhältnisse zu erkämpfen, wären dann gering. Die Anhänger_innen der Zyklen-Theorie haben ein starkes Argument: Die Krise wird stärker, und die Schutzlosesten werden zu Sündenböcken aufgeblasen. Wie das schon immer der Fall war. Die auflagestärksten Blätter Österreichs intensivieren ihre Anti-Bettler_innen-Kampagne.  Von Robert Sommer. Erschienen im Augustin 341. Foto: Krone

Der «Kurier» ist seinem Selbstverständnis nach seriöser als die führenden Massenzeitungen, die zum Teil Gratiszeitungen sind. Dennoch: Bettler_innen kommen in seiner Berichterstattung fast ausschließlich als Plage vor. Eine kleine Chronologie der «Bettler»-Schlagzeilen, die das erschreckende Verschwinden von Humanität aus dem Tagesjournalismus des Raiffeisen-Blattes ausdrückt: (weiterlesen…)

Impulsvortrag mit Dialogrunde: „Die imaginierte Bettlerflut“

Januar 24, 2013

imagbettlerflutMontag, 11.2.2013, 18 Uhr, Otto Mauer Zentrum, Wien 9; Währingerstraße 2-4,  veranstaltet vom IUFE Institut für Umwelt – Friede – Entwicklung

In gegenwärtigen österreichischen MEDIENDISKUSSIONEN kursieren vielfach Bedrohungsbilder zum Thema Migration, welche eine vermeintliche „Flut“ an Zuwanderinnen und Zuwanderern „aus dem Osten“ konstruieren. Dies betrifft z.B. Migrant/innen, die seit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ temporär in die Steiermark kommen, um unter anderem durch Betteln Geld zu verdienen; diese werden ausschließlich als „Roma“ wahrgenommen und sind als solche von ausgrenzenden Rhetoriken betroffen sowie Adressat/innen von daran anknüpfenden politischen Maßnahmen und Hilfsprojekten.

In dem Impulsvortrag wird ua. eine neue Studie der Universität Graz besprochen, in der erstmals jene Bilder, die über Romani-Männer (Roma) und Romani-Frauen (Romnija) in den steirischen Medien Verbreitung finden, systematisch analysiert werden (Stichwort „Bettelverbot“). (weiterlesen…)

Podiumsdiskussion “Wien verbindet – Wien organisiert. Warum nicht auch die BettlerInnen?”

September 21, 2012

im Rahmen der “Messe für Arbeit und Arbeitslosigkeit” (in Kooperation mit BDFA – Bunte Demokratie für Alle)

mit Ronald Frühwirth (Jurist), Ulli Gladik (Filmemacherin, Bettellobby Wien), Nikolaus Dimmel (Sozialwissenschaftler, angefragt), Stephan Olah (Maurer, Bettler), Birgit Hebein (Die Grünen Wien) und anderen Vertreter_innen der Wiener Stadtregierung

Termin/Ort:

28.09.2012 – 18:00     Bildungszentrum der AK Wien,1040, Theresianumgasse 14–16

Um das europäische Modell einer nachhaltigen urbanen Entwicklung im Alltag zu realisieren, müssen Diversität und Pluralismus unterstützt werden. Doch selbst in einer hervorragend organisierten Stadt wie Wien konstruieren politische Verantwortliche seltsame Kausalitäten: Demnach gefährde die individuelle Großzügigkeit gegenüber Armen und BettlerInnen die Sauberkeit und Sicherheit der Stadt.

Gesetze werden bis in ihre letzten Winkel durchforstet, um die Bettelei zu kriminalisieren und ihre Verbannung aus dem Stadtbild zu rechtfertigen. Die IG Regierungskunst sagt: Au contraire! Und schenkt der Stadtregierung Impulse, die der Vielfalt und dem solidarischen Zusammenleben aller BewohnerInnen zu Gute kommen. Mit einer öffentlichen ExpertInnen-Runde zum Thema gestaltet die IG Regierungskunst einen Diskussionsabend, der nicht ohne Folgen bleiben soll.

WIR SIND BETTLER

Mai 15, 2011


KuratorInnen: Martin Behr, Astrid Kury

Ein generelles Bettelverbot, wie es in der Steiermark und in Graz am 1. Mai 2011 in Kraft tritt, überschreitet eine humanitäre Grenze, die unberührt bleiben muss. Es muss erlaubt bleiben, um Gaben zu bitten und Gaben zu empfangen. Die Ausstellung versammelt bestehende und neue künstlerische Positionen zum Thema Betteln und Bettelverbote. Ausstellung im stadtmuseumgraz, Sackstraße 18,

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Unterschriftenliste: Gegen die Vertreibung von BettlerInnen vor Hoferfilialen

April 1, 2011

BettlerInnen werden auf Anweisung der Geschäftsleitung der Firma Hofer immer wieder vom Firmengelände weggewiesen. Die Firma Hofer hat diese Vorgangsweise auf Nachfrage auch schriftlich bestätigt – und zwar mit der Begründung, dass das von Kunden so gewünscht werde. Auch bei Lidl- und Merkur-Märkten wurden Wegweisungen beobachtet.
Der Einzelne kann dagegen wenig machen. Wenn aber eine ausreichende Anzahl von Hofer-Kunden Ihre Missbilligung dieser Praxis zum Ausdruck bringt und ankündigt, bei Hofer nichts mehr einzukaufen oder weniger einzukaufen, solange diese Regelung besteht, werden die Hofer Manager über die Sache nachdenken. Hier geht´s zur Unterschriftenliste.

„Nein, nein, nein und nochmals nein“,

Februar 8, 2011

antwortet Gerhard Lecker auf die Frage, ob es in Graz zumindest einen polizeilich
belegten Hinweis gibt, dass die Bettelnden gezwungen werden, ihr Geld an Fremde
abzugeben. Lecker weiß es genau, schließlich leitet er die sicherheitspolizei-
liche und kriminalpolizeiliche Abteilung der Grazer Polizei. Aus:

http://www.frontal.at/dox/content/1296463967.pdf

Forderungen der BettelLobbyWien, Dezember 2010

Dezember 20, 2010

Wir fordern die Abschaffung aller Bettelverbote.

- Betteln ist ein durch die Verfassung geschütztes Grundrecht.

Das Argument mit den Bettelverboten Bettelnde zu schützen, ist zynisch und dient nur dazu, das Vorgehen gegen Bettelnde auch noch moralisch zu rechtfertigen.

- Betteln ist für viele Menschen die einzige Möglichkeit zur Selbsthilfe. Und für die, die geben, ist es eine Möglichkeit zur Umverteilung – freiwillig, ohne Verwaltungsaufwand, ohne staatliche Einmischung. Direkte Hilfeleistung gehört zu den selbstverständlichen sozialen Taten in einer freien Gesellschaft.

- Sollte es, wie von Politik und Medien oft unterstellt, im Zusammenhang mit Betteln zu Nötigung oder Menschenhandel kommen, gibt es dafür entsprechende Gesetze im Strafrecht.

Wir fordern ein Ende der Kriminalisierung von bettelnden Menschen und einen differenzierten Umgang mit dem Thema Betteln.

Denn mit Sorge beobachten wir: (weiterlesen…)


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