Bericht von der Pressekonferenz der BettelLobbyWien am 13.12.2012

Dezember 13, 2012 von


64052_4149961350713_1281421244_nHeute, am 13.12.2012 präsentiert die BettelLobbyWien auf ihrer gut besuchten Pressekonferenz den druckfrischen „Knigge für Gebende“ und weist gemeinsam mit den Straßenzeitungen Augustin, The Global Player, SOS Mitmensch und Birgit Hebein, Sozialsprecherin der Grünen, auf die MENSCHENVERACHTENDEN AUSWIRKUNGEN VON BETTELVERBOTEN hin.
Die ausführlichen Statements der SprecherInnen finden Sie hier: Pressemappe13.12.2012

Maren Rahmann, BettelLobbyWien: Aufgrund der immer wieder transportierten Stereotypen und Vorurteile gegenüber BettlerInnen wenden sich viele Menschen verunsichert an die BettelLobbyWien. Daher haben wir uns entschlossen, einen „Knigge für Gebende“ zu drucken – mit zahlreichen Informationen und Empfehlungen. Denn: Geben macht glücklich.

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“Knigge für Gebende”

Dezember 12, 2012 von

fertig2Alle Menschen können geben. Und Geben macht glücklich! Das sind die Voraussetzungen  von denen wir – die BettelLobbyWien –  ausgegangen sind.

Die BettelLobbyWien bekommt immer wieder Anfragen von verunsicherten Menschen, die Bettelnden gerne etwas geben würden. Daher haben wir uns entschlossen einen kleinen Ratgeber, den „Knigge“  für Gebende herauszugeben. Und hier ist er:  KniggefuerGebende

Damit das Ganze nicht als trockene Information rüberkommt, haben wir einen „Test“ nach Vorbild der Psychotests in Illustrierten gestaltet.

So kann man / frau auf 3 Fragen  versch. Antworten ankreuzen, nämlich:

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Pressekonferenz der BettelLobbyWien, SOS Mitmensch und Augustin

Dezember 11, 2012 von
Die BettelLobbyWien lädt gemeinsam mit der Straßenzeitung Augustin , SOS Mitmensch und Global Player zur Pressekonferenz am 13.12.2012 um 10 Uhr im Cafe Ritter.
Themen:
§  Nichtentscheid des Verfassungsgerichtshofs zur Klage einer Wiener Bettlerin
§  Auswirkungen der Wiener Bettelverbote
§  Präsentation des druckfrischen Ratgebers „Knigge für Gebende“
Nach fast zweieinhalb Jahren ist der VfGH dem Willen der Politik gefolgt: er hat das Bettelverbot nicht inhaltlich beurteilt, sondern die Betroffenheit der Klägerin verneint, da so genanntes “stilles” Betteln weiter erlaubt sei. Diese Argumentation geht völlig an der Realität vorbei: hunderte Strafen werden jedes Jahr aufgrund des Verbotes des “gewerbsmäßigen” Bettelns verhängt, gegen “stille” BettlerInnen ebenso wie gegen StraßenmusikerInnen und ZeitungsverkäuferInnen. Willkürliches Vorgehen der Polizei ist dabei oft zu beobachten. Allein Frau Martina S., die die Klage eingebracht hatte, hat in den letzten zweieinhalb Jahren mehr als 70 Strafen wegen “gewerbsmäßigem” Betteln erhalten und musste mehrere Tausend Euro Strafe zahlen. Den Rest des Beitrags lesen »

Der VfGH weist Antrag einer Wiener Bettlerin zurück!

November 19, 2012 von
Nach fast zweieinhalb Jahren hat der VfGH es sich mit dieser Nichtentscheidung sehr leicht gemacht und ist dem Willen der Politik gefolgt: er hat das Bettelverbot nicht inhaltlich beurteilt, sondern die Betroffenheit der Klägerin verneint, da so genanntes “stilles” Betteln weiter erlaubt sei. Diese Argumentation geht völlig an der Realität vorbei: hunderte Strafen werden jedes Jahr aufgrund des Verbotes des “gewerbsmäßigen” Bettelns verhängt, gegen “stille” BettlerInnen ebenso wie gegen StraßenmusikerInnen und ZeitungsverkäuferInnen. Allein Frau Martina S., die die Klage eingebracht hatte, hat in den letzten zweieinhalb Jahren mehr als 70 Strafen wegen “gewerbsmäßigem” Betteln erhalten und musste mehrere Tausend Euro Strafe zahlen. Ihr zu sagen, dass sie von der Regelung nicht betroffen sei, ist an Dreistigkeit kaum zu übertreffen.
Hier die VFGH Nichtentscheidung: bettelverbot_wien_g134-17.10
Die BettelLobbyWien trifft sich am 25.11.2012 um 16 Uhr um diese Nichtentscheidung des VfGHs zu besprechen. Interessierte, die gerne mitarbeiten möchten, melden sich unter bettellobbywien@gmx.at.

Der Fremdenführer in der Lederhose, der Versicherungsvertreter im Anzug und der Bettler mit den Krücken. Ein Leserbrief.

November 1, 2012 von

Von Hans Peter Graß, Friedensbüro Salzburg, als Reaktion auf einen  Artikel in den Salzburger Nachrichten:

Sehr geehrte Redaktion,

Sie haben recht: Ein Bettler, der sich bei der Bitte um Almosen Vorteile erwartet, indem er eine Behinderung vortäuscht, tut sich selbst und den anderen BettlerInnen nichts Gutes. Dass er es mit diesem Vorgehen regelmäßig auf die Titelseite der Salzburger Lokalpresse schafft, tut sein übriges. Das Skandalöse an seinem Verhalten erschließt sich mir jedoch nicht ganz: Das Vergehen, sich durch Vortäuschen falscher Tatsachen Vorteile zum Zwecke des Broterwerbs zu verschaffen, scheint mir doch ein sehr alltägliches Phänomen:
Der Fremdenführer in der Lederhose, der sich davon verspricht, als Salzburger Original durchzugehen, der Versicherungsvertreter, der sich in Schale wirft um Seriosität vorzutäuschen, die Jobbewerberin, die sich beim Vorstellungsgespräch im Dirndl präsentiert, weil der Chef das angeblich mag. Sie alle nützen das, was man heutzutage „Marketing“ nennt und finden, wie wohl der Großteil ihrer MitbürgerInnen nichts dabei, sich für ihren beruflichen Vorteil zu verkleiden bzw. vorzutäuschen, was man möglicherweise nicht halten kann. Wenn es noch dazu um Werbung geht, ist dieses Vortäuschen sogar Teil unserer täglichen Unterhaltung. Dass in den wenigsten Produkten das drinnen ist, was es von außen verspricht, stört uns nicht besonders, wenn es wenigstes gut verpackt ist. Den Rest des Beitrags lesen »

Kritische Literaturtage: Buchpräsentation “Betteln in Wien. Fakten und Analysen aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen”

Oktober 18, 2012 von

Buchpräsentation am 26.10. um 13:30 im Cafe Club International am Yppenplatz 14 in Ottakring

Das Buch ist ein Sammelband mit Beiträgen von 10 AutorInnen, die das Thema aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln untersucht haben.
Mit dabei sind Marion Thuswald (Bildungswissenschaftlerin), Ronald Frühwirth (Jurist) und Ferdinand Koller (Herausgeber).
Das Buch kann zum Autorenpreis von 12 Euro bei der Präsentation erworben werden – oder bestellt werden:  ferdinandkoller(at)hotmail.com

Die Würde einer Bettlerin (aus: der Standard)

Oktober 18, 2012 von

Weltweit gesehen ist Armut die Norm, Reichtum die Ausnahme. Das gilt auch für die relativ reichen Gesellschaften West- und Mitteleuropas, in denen die Ärmsten der Armen zunehmend ausgegrenzt werden. Demonstrativ zur Schau gestelltes Elend können Menschen in einer profitorientierten Leistungs- und Konsumgesellschaft scheinbar sehr schlecht ertragen, Staat wie brave Bürger reagieren gereizt: mit ordnungspolitischen und disziplinierenden Maßnahmen, “bestenfalls” mit Desinteresse. (Weiterlesen im Standard)

“Nun prescht Salzburg in der Armenjagd wieder vor…” offener Brief an die Landesregierung

September 28, 2012 von

Nachdem der Verfassungsgerichthof das allgemeine Bettelverbot als unrechtmäßig befunden hat, gibt es gleich wieder neue Bettelverbote: “unter einer Landeshauptfrau, die der SPÖ angehört – unter scheinchristlicher Assistenz”. Ein Protestbrief von Karl Helmreich.

Sehr geehrte Landeshauptfrau Mag.Gabi Burgstaller !

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann Stellvertreter Dr.Wilfried Haslauer !

Die Salzburger Landesregierung hat sich also auf ein neues Bettelverbot geeinigt. Nachdem durch die Reisefreiheit innerhalb Europas nicht nur willkommene Touristen kommen, sondern auch Arme, war dies offensichtlich für Salzburg, als einem Treffpunkt vieler Reicher aus aller Welt eine vorrangige Option – keine Bettelnde in einer Festspielstadt.

Und wie klar definiert die Ziele sind : „aufdringliches und aggressives Betteln“ – eindeutiger .„unter Mitwirkung einer unmündigen minderjährigen Person“ – völlig nebulos : „organisiertes Betteln“ und die Möglichkeit durch „Verordnung das Betteln an bestimmten öffentlichen Orten gänzlich zu untersagen.“

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Podiumsdiskussion “Wien verbindet – Wien organisiert. Warum nicht auch die BettlerInnen?”

September 21, 2012 von

im Rahmen der “Messe für Arbeit und Arbeitslosigkeit” (in Kooperation mit BDFA – Bunte Demokratie für Alle)

mit Ronald Frühwirth (Jurist), Ulli Gladik (Filmemacherin, Bettellobby Wien), Nikolaus Dimmel (Sozialwissenschaftler, angefragt), Stephan Olah (Maurer, Bettler), Birgit Hebein (Die Grünen Wien) und anderen Vertreter_innen der Wiener Stadtregierung

Termin/Ort:

28.09.2012 – 18:00     Bildungszentrum der AK Wien,1040, Theresianumgasse 14–16

Um das europäische Modell einer nachhaltigen urbanen Entwicklung im Alltag zu realisieren, müssen Diversität und Pluralismus unterstützt werden. Doch selbst in einer hervorragend organisierten Stadt wie Wien konstruieren politische Verantwortliche seltsame Kausalitäten: Demnach gefährde die individuelle Großzügigkeit gegenüber Armen und BettlerInnen die Sauberkeit und Sicherheit der Stadt.

Gesetze werden bis in ihre letzten Winkel durchforstet, um die Bettelei zu kriminalisieren und ihre Verbannung aus dem Stadtbild zu rechtfertigen. Die IG Regierungskunst sagt: Au contraire! Und schenkt der Stadtregierung Impulse, die der Vielfalt und dem solidarischen Zusammenleben aller BewohnerInnen zu Gute kommen. Mit einer öffentlichen ExpertInnen-Runde zum Thema gestaltet die IG Regierungskunst einen Diskussionsabend, der nicht ohne Folgen bleiben soll.

Stadt Wien ändert ihren Umgang mit BettlerInnen.

September 20, 2012 von

Statt BettlerInnen strafrechtlich zu verfolgen, ändert die Stadt Wien jetzt anscheinend ihren Umgang mit BettlerInnen. Seit kurzem gibt es  einen Bettelbeauftragten, an Aktionstagen werden Spenden an BettlerInnen von der Stadtverwaltung sogar verdoppelt. Bürgermeister Häupl dazu:”Der neue Bettelbeauftragte und das goldene Wienerherz sind ein Garant dafür das Zusammenleben in Wien künftig zu verbessern”. Die BettelLobbyWien freut sich, dass hier nun endlich ein Schritt in die richtige Richtung getan wurde.

Webseite des Bettelbeauftragten


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