“Nach jahrhundertelanger Vertreibungspolitik ist es nun an der Zeit, auch der Volksgruppe der Sinti und Roma Gastfreundschaft gegenüber zu üben und für ein friedliches Miteinander einzustehen.” fordert der Verein Ketani. Der Verein setzte seine Forderungen auch um, er schuf Plätze für Durchreisende in Oberösterreich und berät Kommunen, solche zu errichten. (Foto: Verein Ketani) Zu hoffen bleibt, dass Ketani auch bald dem Land Tirol bzgl. Gastfreundschaft helfen wird. Denn dort dürfen armutsbetroffene Familien bislang nicht mal unter der Autobahnbrücke übernachten. Trotz Proteste und Visionen wurden den Familien am Donnerstag “Entfernungsbescheide” überreicht. “Es hat intensive Gespräche mit einer Dolmetscherin gegeben”, schreibt die Tirolerwoche, was die Menschen der Dolmetscherin erzählt hatten, darüber darf aber der Terfenser Bürgermeister mutmaßen: (weiterlesen…)
Archiv für April 2012
Vertreibung und Diffamierung von Armutsbetroffenen im “heiligen” Land Tirol
April 22, 2012Vision der BettelLobbyWien zum Umgang mit Armutsbetroffenen anläßlich der geplanten Räumung eines Zeltlagers in Terfens/Tirol
April 17, 2012In einem kleinen Ort in Tirol campieren Flüchtlinge aus Rumänien unter einer Autobahnbrücke. Die Medienberichte sind abwertend, die PolitikerInnen laufen Sturm, die AnrainerInnen protestieren. Die BettelLobbyWien hat nun mit einer Vision gegen die geplante Räumung protestiert – einer Vision eines positiven Umgangs mit Armen. Einer Vision von Solidarität, Verständnis und der Umsetzung von Grundrechten. Einer Vision vom gemeinsamen Auftreten gegen Diffamierung. Diese Vision (siehe unten) haben wir an verantwortliche Politiker geschickt. Bitte schließt euch an und protestiert für einen anderen Umgang mit Armutsbetroffenen! (Foto: ORF Tirol)
An: bh.schwaz@tirol.gv.at, gemeinde@terfens.at; bgm@terfens.at; Kopie: bettellobbywien@gmx.at
Rasche Hilfe für rumänische Flüchtlinge in Tirol – eine Vision
Spaziergängerinnen entdeckten vor einigen Tagen ein Zeltlager unter der Autobahnbrücke in Terfens. Warum man in Kälte, Gestank und Lärm campiert, wollten sie wissen und sprachen die dort zeltenden Menschen an. Diese erklärten ihnen, dass sie aus Rumänien stammen und dass Arbeitslosigkeit und Hunger sie seit Monaten verzweifelt durch Europa treibt: Sie fahren von Ort zu Ort und zelten unter Autobahnbrücken oder bei Mülldeponien. Und in Österreich müssten sie zumindest nicht hungern. (weiterlesen…)

